Bewusstheitstraining

Jeder therapeutisch arbeitende Mensch braucht eine gute und geschulte Beobachtungsgabe. Aufgabe des Therapeuten ist es, u.a. auch kleinste Stimmungswechsel des Patienten wahrzunehmen. Ein Teil der Beobachtung zielt dabei auf Inhalte und Sprache, mindestens genauso wichtig ist es aber, die Körpersprache - wie zum Beispiel die Veränderung der Sitzhaltung oder Gestik - des Patienten lesen zu können. Neben allen Methoden ist es besonders wichtig, die eigenen Resonanzen während einer Therapiesitzung zu erkennen und zu nutzen. Als Therapeut sollte man aus einer konstruktiven Distanz zu sich selbst und dem gemeinsamen Prozess handeln können, d.h. seine persönlichen Erfahrungen, Ängste und Erwartungen möglichst einklammern und nur sehr gefiltert in den Behandlungsvorgang einbringen. Man sollte den Prozess immer von einer wohlwollenden Metaebene betrachten können und neben den reinen Inhalten auch das " was will er/sie eigentlich damit sagen" mit im Auge haben.

Die Fähigkeit zu sich selbst in wohlwollend konstruktive Distanz zu treten, erfordert Mühe und vor allem ein gutes Selbstmanagement. Man muss auch unter Stress verlässlich funktionieren und die eigenen Reaktionsgewohnheiten sicher kontrollieren und ist dabei zusätzlich mit Menschen konfrontiert, deren psychische und körperliche Fähigkeiten stark eingeschränkt sind.

Zahlt sich aus - die Bildungsprämie Zahlt sich aus: Die Bildungsprämie - www.bildungspraemie.info Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung