...und danach?

Die Teilnahme an Peergruppen innerhalb der Ausbildungsgruppe, die sich außerhalb der Seminarwochenenden treffen, wird erst im letzten Teil der Ausbildung verlangt, aber bereits vorher sehr empfohlen. Es können zum Beispiel Neigungsgruppen gegründet werden, die kunsttherapeutische Einheiten für spezielle Zielgruppen erarbeiten oder einfach nur zur Nachbereitung der Seminare.  Dabei entsteht üblicherweise ein dichtes Netz an persönlichen und beruflichen Beziehungen das auch nach der Ausbildung noch hält und trägt.

Bisher haben alle Ausbildungsgruppen in mehr oder weniger großen Besetzungen und auf eigene Faust "weitergemacht“. Auch auf der persönlichen Ebene wirkt die Ausbildung selbst nach dem Abschluss noch weiter. Im Schatten des Erworbenen und Gelernten wird meist auch klar was noch fehlt und wohin der weitere Ausbildungsweg führt. Das kann eine formale Ausbildung/Studium  sein oder eine weitere Fortbildung, die alte oder neu entdeckte Talente kultivieren soll oder ein Praktikum, um Routine und Feldkompetenz zu entwickeln. 

Natürlich wird man nicht im Rahmen einer zweijährigen Ausbildung allein zum Therapeuten. Auch in einer längeren Ausbildung wird man nicht zum Therapeuten. Das wird man nur in jahrelanger Arbeit unter Supervision. Für diejenigen Teilnehmer der Ausbildung die ernsthaft an ihrer Therapeutenpersönlichkeit arbeiten wollen bzw. unter hohem beruflichen Druck stehen, finden jährlich mehrmals Supervisionstage statt. Auch Methodenseminare werden in unregelmäßigen Abständen und zu unterschiedlichen Themen und Zielgruppen angeboten. Um das selbständige Arbeiten unter Begleitung  fest zu verankern, wird im letzten Viertel der Ausbildung die Supervision und die Peergruppenarbeit zum wesentlichen Bestandteil der Ausbildung zum Kunsttherapeuten. Bis zum Abschlussseminar gibt es dann also keine thematischen Wochenendseminare mehr, dafür Pergruppentreffen und Gruppensupervisionen.

Zahlt sich aus - die Bildungsprämie Zahlt sich aus: Die Bildungsprämie - www.bildungspraemie.info Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung